Dieses Jahrzehnt wurde von Hans-Dieter Böhler (1982 - 1987) und von Jürgen Kirchhoff (1988 und 1989) bestimmt. In diesen Jahren wuchs der Verein an Mitgliedern und an Aktivitäten. Durch das Engagement von Reinhard "City" Noltenhans, Brigitte und Udo Schrenk wurde am 29.07.1984 der Volksradfahrtag eingeführt und ist auch heute noch ein fester und beliebter Bestandteil im Vereinsleben. Die gesamte Entwicklung des Vereins seit der Gründung  bis Ende der 80er Jahre muss dabei aber unbedingt mit den Aktivitäten, der Arbeit und den Ideen von H.-D. Böhler  in Verbindung gebracht werden; er war der Garant für innovative Veränderungen und für Konstanz, so dass er wohl bis zu diesem Zeitpunkt  als "Mr. SG Oesterweg" bezeichnet werden konnte.

Der "Tanz in den Mai" (auch unter der Regie von R. Noltenhans) – er fand erstmals am 30.04.1983 bei Kreft statt - war immer eine "große Sause" und "fabrizierte immer viele Kuriositäten". Von der SG Oesterweg konnte er leider nur bis 1989 veranstaltet werden, da die von Kreft zur Verfügung gestellte Halle nicht mehr genutzt werden konnte.

Während der Verein in den 70er Jahren ein reiner Fußball-Sportclub war, wurde er in den 80er Jahren erweitert. Mittlerweile haben sich mit der Gymnastikabteilung im März 1980 und der Karate-Abteilung im April 1985 zwei weitere Breitensportangebote der SG Oesterweg angeschlossen. Mitte der 80-er bildete sich unter Wolfgang Strakeljahn eine Tischtennis-Freizeitgruppe, die sich aber nach ca. zwei Jahren wieder auflöste.

Die Abteilungen Senioren-, Damen-, Alt-Liga- und Jugendfußball, wie auch die Gymnastikabteilung wurden reger und erfolgreicher. Das Kinderturnen ließ nicht selten die kleine Oesterweger Sporthalle aus ihren Nähten platzen und immer mehr Jugendliche konnten in der Karateabteilung ihre sportliche Heimat finden. Die Vereinszeitung "SG Info" bzw. "SG - Oe - Aktuell" mußte aus organisatorischen und finanziellen Gründen im Jahre 1989 eingestellt werden. Wir haben ja jetzt das INTERNET!!

Am 11.03.1989 wurde das Vereinsheim durch die Stadt an die SG Oesterweg übergeben. Es wurde aber kurz darauf von Aussiedlern als Wohnraum genutzt; erst zum Sommer 1991 zog man endgültig in das Sportlerheim ein. Die Einnahmen beliefen sich 1987 auf 54.419,71 DM, die Ausgaben auf 52.206,13 DM; dies ergab einen Bestand von 3.094,12 DM.

Vorstandsarbeit leisteten in diesen Jahren:

Hans-Dieter Böhler (1. Vorsitzende 1982 - 1987).

Jürgen Kirchhoff (1. Vorsitzende 1988 und 1989).

Werner Raabe (2. Vorsitzende von 1983 - 1989).

Hans-Uwe Maier (3. Vorsitzende bzw. Fußballobmann 1982 und 1983).

Horst Kleine-Tebbe (3. Vorsitzende bzw. Fußballobmann seit 1984).

Reinhard Noltenhans (Geschäftsführer von 1982 - 1986).

Andreas Dieckmann (Geschäftsführer von 1987 - 1997).

Uwe Jostes (Vorsitzender des Jugendausschusses 1982 - 1987).

Ruth Deede (Jugendausschussvorsitzende 1988 und 1989).

Senioren-Fußball
Die I. Mannschaft spielte in der A-Liga gleich gut mit und wurde - schon bevor die Serie 81/82 angepfiffen wurde - zum Mitfavoriten um den Titel der Kreisliga A/Gr.2 gestempelt. Es wurde eine für alle Beteiligten enttäuschende Saison und schließlich blieb die Beurteilung "Hauptsache dringeblieben". Danach wurde die Mannschaft langsam "verjüngt". Im Januar 1983 war in "SG-Oe-aktuell" zu lesen: "Zur Sache: Gehen in Oesterweg die Lichter aus?" (Nie !!, Anmerkung d. Red.). Nach über drei erfolgreichen Jahren ging der Coach Heinz-Gerd "Henner" Werring; Günther Heinrich, dem der erste Aufstieg der Oesterweger in der Vereinsgeschichte in den 70-ern gelang, kam zurück. Der Abstieg in die B-Liga war nicht zu vermeiden. Heinrich ging und Ortwin Masannek kam. Fußballobmann Hans-Uwe "Leo" Maier gelang damit ein echter Coup. Gleich in der ersten Serie wurde das Team mit einem Punkt Rückstand "Vize"; in der Saison 84/85 gelang der Aufstieg in die A-Liga. In der Saison 86/87 folgte der Absturz und wieder ein Trainerwechsel. Es kam Klaus "Pele" Rahe und der Wiederaufstieg folgte. Sofort spielte das Team in der Spitzengruppe der Kreisliga A mit.

Unterschiedliche Probleme führten zur Auflösung unserer "jugoslawischen Mannschaft" während der Serie 80/81. "Unsere" Reservemannschaft sprang ein; sie konnte die Klasse aber schließlich auch nicht halten (es war unglücklich, da ein Spieler zu viel aus der ersten Mannschaft in dem B-Liga-Team aushalf und daher mehrere Punkte abgezogen wurden). Neben der II. bzw. Reserve-Mannschaft wurde nun (83/84) auch wieder (wegen der Verjüngung der Ersten) eine III. Mannschaft "aufgemacht". In der "Breite" ist man "hui" und in der Spitze? - Nach und nach konnten die II. und III. Mannschaft gute Ergebnisse und Plazierungen verbuchen (drei 2. Plätze). Die III. Mannschaft wurde schließlich aber (wegen Überalterung und bei den "Jungen" kam bei vielen der Wehrdienst) vor der Saison 87/88 vom Spielbetrieb abgemeldet, um sie in der Spielzeit darauf wieder anzumelden. Am Ende der 80-er Jahre wurde bei der SG Oesterweg sehr erfolgreich Fußball gespielt.

Jugend-Fußball
Uwe Jostes übernahm den Vorsitz 1982 von Manfred Eggert und gab ihn erst 1988 an Ruth Deede ab; sie übernahm für zwei Jahre (1988 und 1989) die Jugendabteilung, hatte gleichzeitig den Vorsitz der Damenabteilung bis 1989 und bestimmte weiterhin die Geschicke der Mädchenmannschaft. Sie wurde Staffelleiterin für den Mädchen- und für den Damenfußball der Kreisligen in Bielefeld und Gütersloh. Zudem war sie Mitglied und Referentin im "Mädchenfußballausschuß Westfalen" in Kaiserau.

Auch in diesem Jahrzehnt wurden zunächst sechs Mannschaften (1984/85 waren alle Altersklassen besetzt; also sieben Teams) in die Runden um die Meisterschaften geschickt. Schon in der Serie 1980/1981 stellten sich Erfolge bei der D-Jugend (Aufstieg als "Vize" mit Manfred Eggert als Coach) ein. Es folgte ein Jahr später mit der Trainerin Hertha Raabe die Meisterschaft und der Kreispokalsieg der E-Jugend; die D-Jugend stieg wieder ab. Die A-Jugend spielte mit um die Meisterschaft, die in der darauf folgenden Serie (82/83) errungen wurde; dem Aufstieg folgte ein Jahr darauf wieder der Abstieg. In der Serie 85/86 wurde die C-Jugend mit dem Trainerehepaar Elke und Jürgen Kirchhoff Meister und Aufsteiger in die Kreisliga B (schon in den Jahren zuvor spielte die Mannschaft "oben" mit - als D-Jugend). Die B-Jugend mußte während des laufenden Spielbetriebs abgemeldet werden (88/89 betraf es auch die C-Jug.).  In der Serie 86/87 wurde wieder eine B-Jugend mit Coach Rudi Born (kam mit seinem Sohn aus Versmold) ins Rennen geschickt; das Team errang gleich die Vize-Meisterschaft und stieg in die Kreisliga B auf. In dieser Serie gab es aber leider erstmals keine A-Jugend und auch im Jahr darauf wurde keine gemeldet; in der Meisterschaft 88/89 spielte sie wieder (erfolgreich) mit.

Die Mädchenmannschaft wurde immer besser und erfolgreicher. Sie gewann 1988/1989 unter der Leitung von Ruth Deede alle Spiele und sämtliche Hallenturniere; es wurde die Meisterschaft gefeiert, der Alt-Kreis-Pokal und die Kreismeisterschaft 1989/1990 wurden errungen. Yvonne Goldbecker wurde zur Westfalen-Auswahl eingeladen und weitere fünf Spielerinnen spielten in der Kreisauswahl. Das "Prukstück" der Jugendabteilung spielte auch im Folgejahr um die Titel.

Alt-Liga
Bis 1987 war Karl-Heinz Böhler für die Abteilung verantwortlich; es folgte bis 1990 Reinhard Noltenhans, der auch bis 1986 die Geschäfte des Hauptvereins führte. In den ersten Jahren hatte die Alt-Liga-Mannschaft Personalsorgen. Nur mit Mühe konnten die geplanten Freundschafts- und Pokalspiele ausgetragen werden. Somit fiel der Erfolg zunächst eher bescheiden aus.

Der erste größere Erfolg wurde 1985 in der Hallenrunde "eingefahren"; durch das einzige "Tor des Jahres" von Jürgen Tabor gegen den BV Werther II konnte der zweite Tabellenplatz und somit der Aufstieg in die höchste Spielgruppe (A-Gr.) gefeiert werden. Personalmangel herrschte jedoch weiter fort.

Wozu die Alt-Liga-Mannschaft fähig war, wenn man vollzählig in Bestbesetzung antrat, zeigten einige Endspielteilnahmen bei Großfeldturnieren. Beim 1984 aus der Taufe gehobenen Landrats-Cup, der heute noch mit über 50 Mannschaften aus dem Kreis Gütersloh ausgespielt wird, wurde die vierte Runde erreicht (Verl, Spexard und Isselhorst wurden in "dramatischen Spielen" besiegt). SW Sende war dann Endstation. Die Formkurve zeigte aber deutlich nach oben, auch wenn die wirklich großen Erfolge ausblieben. In der Hallenserie 86/87 wurde eine zweite Mannschaft gemeldet, die in den folgenden Jahren um den Aufstieg mitspielte. Die erste Mannschaft war in der oberen Tabellenhälfte zu finden. Grundsätzlich besaß aber auch der "gesellige Teil" eine große Bedeutung.

Damen-Fußball
Ruth Deede übernahm 1981 von Bettina Otto den Vorsitz der Abteilung. Anschließend übernahm 1989 Sylvia Kleine-Tebbe das Amt.In der Spielserie 1989/1990 stieg die Mannschaft im zweiten Jahr Bezirksligazugehörigkeit wieder in die Kreisliga ab. In den folgenden Jahren versuchte sich die Mannschaft immer wieder am Aufstieg - und scheiterte manchmal nur sehr knapp. Diese Situationen führten zu Querelen und Unzufriedenheiten. Es folgten Ämterniederlegungen während der Saison, Trainerverschleiß (in den ersten fünf Jahren waren es Mathilde Keller, Jürgen Tabor, Horst-Kleine Tebbe und Rainer Sandkühler) und Abwanderungen von Spielerinnen zu Nachbarvereinen. Aber auch "Miesmachereien" und eine "dünne Spielerinnendecke" konnte den "Stamm" der Damenmannschaft nicht auseinanderbringen.

In der Spielzeit 1985/1986 übernahm Ralf "Ralli" Flottmann (warum eigentlich wurde er auch "Pferd" genannt?) die Mannschaft und gab ihr kurzfristig Stabilität. In der Spielserie 1987/1988 wurde zum zweiten Mal der Aufstieg in die Bezirksliga gefeiert; ein Jahr später erfolgte jedoch der Wiederabstieg. Es folgten nun erneut die Bemühungen um den Aufstieg in die Bezirksliga.

Gymnastik
Im März 1980 wurden die einzelnen Gymnastikgruppen zu eine eigenständigen Abteilung zusammengeführt. Ute Hilmer war Übungsleiterin und wurde zur ersten Leiterin der Gymnastikabteilung gewählt. Es gab hier zunächst "Mutter und Kind - Turnen", Kinderturnen für 6 bis 10-jährige, für 10 bis 16-jährige und "Hausfrauenturnen".

Ihr folgte dann 1983 - 1984 Brigitte Schrenk; von 1985 - 1986 Ursula Kröger; von 1987 - 1988 Roswitha Minuth und von 1989 bis 1991 wieder Ute Hilmer. Die Gymnastikabteilung war in diesem Jahr Ausrichter der Veranstaltung "Turnerinnen turnen für Turnerinnen". Vor 200 Gästen wurde variantenreich Gymnastik und Tanz geboten; es war ein toller Erfolg.

Die Männergruppe bzw. die "Dienstag-Männer" wurden übrigens über sieben Jahre von der Übungsleiterin Sandra Hawerkamp begleitet - "eine starke Frau unter starken Männern" (Westf.-Blatt, Nr. 57; Münstermann). Sie ist die einzige Person, die den "Dienstag-Männern" etwas vorturnte - und dies bis heute (März 2002). Eine Veränderung scheint hier nicht in Sicht. Viel Glück und Spaß weiterhin (Anm. d. Red.).

Elke Kirchhoff und Anke Wille riefen 1987 das "Kleinkinder-Turnen" ab zwei Jahren ohne Begleitung in´s Leben. Diese Gruppe wurde gegründet, um die Kleinsten auf den Kindergarten vorzubereiten. Schon in den ersten Jahren waren ständig ca. 30 Kinder anwesend. Bewegten sich in der Gymnastik-Abteilung in den ersten Jahren der "80-er" schon zwischen 70 und 100 Personen wöchentlich in den Übungsstunden, so wuchs die Abteilung später zeitweise bis zu 120 Personen an.

Karate
Im Januar 1985 fanden sich in der Turnhalle am Schwedengarten einige Karateka, die organisiert ihren Sport betreiben wollten. Im Februar d. J. war es eine 10-köpfige Gruppe, die unter der "Flagge" der SG Oesterweg ihren Sport betreiben wollten; einen Monat später bildeten sie einen eigenen Vorstand und somit die Karate-Abteilung. Übungsleiter war der qualifizierte Trainer Raimund Schwenzitzki. Erster Vorsitzender wurde Alfred "Ali" Schwenzitzki; es folgte 1987-1988 Angela Nagel und 1989 Jochen Höcker, der die Abteilung bis 1997 führte und somit wesentlich zur Stabilität der Abteilung beitrug.

In den ersten Jahren war der Altersunterschied noch recht groß; der jüngste Teilnehmer war acht und der älteste 46 Jahre alt. Ziel war es, die Mitgliederzahl von 25 aktiven Teilnehmern zu erhöhen, um Altersklassen zu bilden. Diese Abteilung wuchs durch gemeinsame Aktivitäten (Grillen, Weihnachtsfeiern, Ausflüge, Radtouren etc.) schnell zusammen und wurde im Verein als Bereicherung wahrgenommen. Nach zwei Jahren wurden die ersten Wettkämpfe durchgeführt; im Wesentlichen ging es jedoch um die Vorbereitung der Gurtprüfungen. Die Gruppe wuchs auf 40 Aktive an; einige "alte Hasen" gingen und viele neue Interessenten kamen hinzu.