Hier geht es zunächst um die ersten sechs Jahre in diesem Jahrzehnt; wir schreiben jetzt bald das Jahr 2007. Während Werner Raabe die letzten Jahre wie kaum ein anderer Vorsitzende geprägt hatte, sollten nun junge Leute nachrücken. Werner war immer weitsichtig und stellte seine Person niemals in den Vordergrund; dem Verein in der Gesamtheit galt sein Augenmerk. Das machte ihn auch so wertvoll und beliebt. Im Jahre 2002 übernahm Jens Micheel den Vorsitz; er ist seit der Jugend Mitglied der SG und spielte in allen Mannschaften eine wesentliche Rolle (in den Jugendmannschaften, in den Senioren- und Alt-Liga-Teams; er war am Bezirksligaaufstieg beteiligt und an weiteren sportlichen Erfolgen). Es war nun schön zu sehen, dass er jetzt auch im Gesamtverein (neben sportlicher Verantwortung z.B. als Mannschaftskapitän) vermehrt Verantwortung übernimmt. Während sich die älteren mehr zurückzogen und es dem "jungen" Jens Micheel noch an Erfahrung und an Zeit mangelte, kam es in den kommenden Jahren immer wieder zu krisenhaften und teilweise chaotischen Zuständen. Die Überschuldung des Vereins stand dabei zumeist im Mittelpunkt.  Erst mit der Wahl der neuen Geschäftsführerin Irene Szymanski aus der Gymnastikabteilung konnte eine Konsolidierung der Finanzen erreicht werden. Die Wende hin zu einer Entschuldung war anschließend deutlich erkennbar. Die Amtszeit des Vorsitzenden Jens Micheel wird wohl damit verbunden werden, dass es ihm mit seiner Vorstandscrew gelungen ist, dem Verein nach vielen Jahren wieder Solidität auf der wirtschaftlichen Ebene zurückzugeben. Es zeichnet sich ab, dass es das Jahrzehnt der Konsolidierung der Finanzen und letztendlich zu einer vollständigen Entschuldung wird.

Nun begann diese Dekade auch mit der Digitalisierung und der Präsentation nach Außen durch das Internet. Schon im Jahre 2001 begann Norbert Reinberger mit der Erstellung der HomePage, die dann erstmals im Januar 2002 ins Netz gestellt wurde. Es konnten seither unglaubliche Zuwächse bei den Usern verzeichnet werden. In den ersten viereinhalb Jahren tummelten sich beinahe 52.000 Besucher auf den Seiten. Aus der gesamten Republik und auch aus dem Ausland kamen Gästebucheinträge oder E-Mails. Nach und nach wurden die Seiten professioneller und informativer. Vorwiegend Jugendliche nutzten dieses Medium, um sich über Tabellenplätze, den kommenden Gegner (Spielpläne) oder über die letzten Spiele (Spielberichte waren stets schnell und aktuell einzusehen)  zu informieren. Ein voller Erfolg und tolle Werbung.

Aus sportlicher und finanzieller Sicht war dieses Jahrzehnt - ebenso wie in den 90igern - eine Berg- und Talfahrt. Nach dem Jahr 2000 und der "schwarzen Zahlen" konnte leider der positive Trend nicht fortgesetzt werden und fortan hagelte es Negativmeldungen. Es lag sicherlich nicht an der Einführung des Euro, dass der Fehlbetrag bis zum Jahr 2006 auf etwas mehr als 12.000,-- Euro anwuchs. Alle Anstrengungen zum Sparen und zur Entschuldung blieben Postulate und somit erfolglos. Neue Strukturen mussten her. Noch im Jahr 2006 deutete sich der Trend zu einer soliden Haushaltsführung an.

Die Senioren-Fußballabteilung stagnierte und beschäftigte sich bis 2005 sehr mit sich selbst. Die Alt-Liga kam immer wieder zu Erfolgen und der Jugendfußball erlebte einen unglaublichen Boom und eine überaus erfolgreiche Zeit. Leider war der "kleine" Verein nicht in der Lage, diese Anforderungen dauerhaft zu halten; es kam zu einer Überforderung und zu einer deutlichen Reduzierung der Teams in der Serie 2006 /2007. Der Aufschwung kam zu schnell und in einer schwierigen Zeit, in der der Verein viel mit sich selbst ausmachen musste. Damenfußball war auch 2006 noch nicht in Sicht. Die Gymnastikabteilung erweiterte ihr Programm und "professionalisierte" sich; sie wurde zur Gymnastik- und Fitnessabteilung. Die Kinderturngruppen veränderten und erweiterten ebenso ihr Angebot. Die Karateabteilung setzte ihre erfolgreiche Arbeit fort; der Zulauf an Kindern und Jugendlichen blieb ungebrochen. Der Verein wurde - vermutlich nicht durch das Internet - immer jünger. Der Zulauf an Kindern und Jugendlichen war in den ersten Jahren sehr groß; dies lag sicherlich daran, dass sich die vorzügliche Arbeit der namhaften Trainer im Jugendbereich herumgesprochen hatte.

Es war erneut ein Jahrzehnt mit Höhen und Tiefen sowohl in sportlicher, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Das Feiern im Verein blieb aber konstant "weltmeisterlich". Der Sportlerball mit seiner Show-Gruppe (unter der Leitung von Dirk Tabor "Taboriso") wird immer noch sehr gut besucht und genießt nach wie vor "Kult"-Status.

Vorstandsarbeit leisteten in diesen Jahren:

Werner Raabe (1. Vorsitzende von 1990 - 1995 und von 1998 - 2002).

Jens Micheel (1. Vorsitzende seit  2002 und 2. Vorsitzende von 1998 - 2002).

Jürgen Kirchhoff (2. Vorsitzende 1990 - 1994).

Klaus Münstermann (2. Vorsitzende von 2002 - 2004)

Jörg Dieckmann (Geschäftsführer von 1998 - 2006 und 2. Vorsitzende 1996 - 1997, wie auch ab 2006).

Irene Szymanski (Geschäftsführerin ab 2006 )

Horst Kleine-Tebbe (3. Vorsitzende bzw. Fußballobmann von 1984 - ).

Ralf Flottmann (3. Vorsitzende bzw. Fußballobmann seit  )

Jürgen Schotte (Vorsitzender des Jugendausschusses 2000).

Norbert Reinberger (Vorsitzender des Jugendausschusses 2001 - 2006).

Michael Pudel (Vorsitzender des Jugendausschusses ab 2006).

Senioren-Fußball
Markus Kleine-Tebbe und Klaus Münstermann lösten nach der Spielzeit 1999/2000 den Trainer Jörg Pudel ab. Sie hatten gleich eine große Hürde zu überspringen; durch die Einführung der "eingleisigen" Kreisliga A mußte sich die Mannschaft nach einem Punktesystem, das die Vorsaison mit einschloss, qualifizieren. Wenngleich auch aus sportlicher Sicht die Klasse deutlich erhalten worden wäre, so mußte das Team aufgrund fehlender Punkte in die Kreisliga B absteigen. Markus Kleine-Tebbe war weiterhin Coach und nun alleine verantwortlich. Ein Jahr darauf - also 2002 - folgte der sofortige Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Der Mittelstürmer Esad Kukuljak schoss in der Saison 57 Tore.

Jugend-Fußball
Erstmals in der Serie 2001/2002 wurden neun Mannschaften gemeldet; von der A-Jugend bis zu den Mini´s und den U 16 Mädchen waren alle Altersklassen besetzt und spielten mit zunehmenden Erfolg (davon zwei D 11er-Jugendmannschaften). Eine wesentliche Änderung war die Einfühührung eines Elternrats in der Saison 2002/2003. Erstmals wurde auch 2002 eine Fußballferienschule auf der Hesselsportanlage begrüßt; es war ein riesiger Erfolg. Gleichzeitig wurde die Trainerarbeit kontinuierlich verbessert, so dass sich die Jugendteams auch stets in ihren Leistungen verbesserten. Titel blieben nun nicht aus. Die Jugendabteilung ließ bei Vereinen in der Region aufhorchen; selbst Arminia Bielefeld nahm mehr als Notiz.

Im Jahre 2001 verabschiedeten sich viele Trainer . So war Norbert Reinberger genötigt, einen Neuanfang zu gestalten. Es begann mit seinem Konzept; es wurde nun besonderer Wert auf die Trainer- und Betreuerbesetzung gelegt. So konnten namhafte Fachleute mit hoher Reputation und großer Erfahrung gewonnen werden. Ab 2002 begann ein unglaublicher Boom, so dass zunächst einmal die Mini-Mannschaft geteilt werden musste und damit erstmals eine Bambini-Mannschaft (Kinder bis 4 Jahre) gegründet wurde, die im ersten Jahr nur an Turnieren teilnahm. Auf Initiative von Norbert Reinberger und Frank Wacker wurde im Jahre 2004 erstmals eine Bambini-Serie eingeführt, die "ungezwungen" und ohne Aufsicht vom Verband, ohne Strafen und "Zwänge" zunächst auf die Altkreis-Vereine beschränkt war. Es beteiligten sich mit der SG noch weitere fünf Vereine. Von 2000 bis 2006 wurden fast 50 Trainer und Betreuer engagiert, von denen einige nach einem Jahr wieder in den Seniorenbereich wechselten oder ganz aufhörten; die Fluktuation war also groß. 2003/2004 wurden 10 Teams gemeldet (Mädchen U16, Minis, Bambinis, zwei F-Jugend-, zwei E-Jugend-, eine D-, C- und A-Jugend). Ein Jahr später folgten weitere Teams (eine dritte und vierte F-Jugend, wie eine weitere Mini-Mannschaft); die SG hatte in der Vereinsgeschichte erstmals 13 Jugendmannschaften.

Die Anzahl der Aktiven hatte sich in der Serie 2004/2005 auf mehr als 150 SpielerInnen erhöht (ohne die Kinder vom Kinderturnen etc.). In diesem Jahrzehnt wurde die erfolgreiche Jugendarbeit nicht nur fortgesetzt, sondern auch auf ein höheres Niveau gebracht. Dies galt es zu konservieren und zu stabilisieren. Neben Fußball gab es weiterhin auch viele Freizeitfahrten (oft auch mit Fußball verbunden). Im Jahre 2000 wurde erneut eine Fahrt mit der E-Jugend nach Spanien unternommen. Für die Kinder war es ein großes Highlight (neben Fußball auch Kultur; z. B. Besichtigung des Stadions von FC Barcelona und anderer Sehenswürdigkeiten) und "schweißte" die Mannschaft noch mehr zusammen. Im Frühjahr 2002 wurde dann eine Fahrt nach Dänemark mit der D II-Jugend durchgeführt; eine Überfahrt auf die Insel Sylt bescherte den Kindern dort ein Spiel gegen ein heimisches Team. Zurück in Dänemark wurde das tolle Angebot im Camp weiter genutzt. Die treibende Kraft war hier stets Elke Kirchhoff; sie organisierte die Fahrten und führte sie auch mit ihrem Mann Jürgen durch. Von 2004 bis 2006 nahmen Mini-, F- und E- Jugendmannschaften erfolgreich an einem tollen Turnier in Greven teil. Die B-Jugend spielte ein tolles Turnier in Belgien und ließ dort als "junges Team" mit ihren Leistungen aufhorchen.

Die B-Jugend mit Dirk Baumann und Bernd Boltz wurde  2002/2003 Meister der Kreisliga B und "Vize"-'Altkreispokalsieger. Ein Erfolg, den es seit 1986 nicht mehr gegeben hat. Zuvor hatte diese Mannschaft (als C-Jugend) mit Bernd Boltz als Trainer den zweiten Platz und somit den Aufstieg in die höchste Kreisliga geschafft. Im Jahr darauf musste die SG  in der C-Jugend mit der TG Hörste zusammenarbeiten, da es an Spielern fehlte. Nach anfänglichen Problemen konnte sie die Kreisliga B gut halten. Die Konkurrenz aus Bielefeld ist größer und die am Ligabetrieb teilnehmenden Mannschaften wurden mehr. So gab es in der D-Jugend vier Klassen (A- bis D-Liga) und in der B-Jugend drei Klassen. Die B-Jugend-Meisterschaft ist somit sicher als "wertvoll" anzusehen. Leider konnte aufgrund Spielermangel  in der Serie 2003/2004 keine B-Jugend gemeldet werden. Alle weiteren Teams haben in den letzten Jahren die B-Liga erreicht und konnten sich dort gut behaupten. Die Minis verloren in der Serie 2002/03 nur ein Spiel (gegen Steinhagen, die kein Spiel verloren haben und nur ein Remis spielten - gegen die SG Oesterweg). Die F-und die E-Jugend-Teams spielten stets um die ersten vier Plätze mit.

Die  F-Jgd. wurde 1999 Kreispokalsieger; dieses Team wiederholte den Erfolg mit der gleichen Mannschaft 2001 (nun war es aber die E-Jgd.) in Steinhagen.

Der Verein war schließlich mit dem Aufschwung und der vielen zusätzlichen Arbeit überfordert. Der Jugendvorstand hatte immense Arbeit zu leisten und fand keine Mitwirkende, um das Niveau zu halten.  Norbert Reinberger, der schon vier Jahre zuvor seinen Abschied für das Jahr 2006 angekündigt hatte - gab sein Amt an Michael Pudel weiter. So wurde 2006 die Entwicklung wieder zurückgeschraubt. Es nahmen in der Saison 2006/2007 eine Mini-, eine F-Jugend, zwei E-Jugend, eine U16 Mädchen und eine D-Jugend am Spielbetrieb teil. Die D-Jugend spielt durch den Aufstieg in der Kreisliga A.

Alt-Liga
Bis zum Jahr 2000 hatte Norbert Reinberger den Vorsitz inne; er hatte vor, den Jugendbereich zu unterstützen (es wurde dann doch wieder mehr). Seit 2001 leitet Stefan Dierich die Alt-Liga-Abteilung. Die Erfolge aus den 90iger Jahren setzten sich auch im Milleniumjahr und darüber hinaus fort.

Gymnastik
Heinz Schneider

u. a. mit "RückenFit" durch Lore Flottmann Jazzdance

Kinderturnen
Das Kinderturnen

Karate
Seit 1999 übt Bernd Doppleb das Amt des Abteilungsleiters aus. Antonio Perez Pereira, der den dritten Dan (Schwarzgurt) besitzt,  blieb Trainer und stabilisierte die Karateabteilung in den darauffolgenden Jahren auf einem hohen Niveau.

Die Abteilung wurde kontinuierlich an Mitgliedern größer; bis 2001 wuchs die Abteilung auf 66 Karateka; davon waren 36 Jugendliche, so dass eine Kinder- und Jugendgruppe eröffnet wurde. Nach wie vor kam auch die Selbstverteidigung (Jujutsu ) im Training nicht zu kurz.

Damen-Fußball
Besteht nach wie vor nicht. Ein Neuaufbau dieser Abteilung ist derzeit nicht in Sicht und wird wohl in diesem Jahrzehnt nicht mehr gelingen. Dennoch wird weiter der U16 Mädchenfußball angeboten; vielleicht ergibt sich hier in Zukunft eine Gruppe, die einen Neustart wagt.